Kaufberatung Halsband & Geschirr
Ob
man ein Halsband, ein Geschirr oder sogar beides für den Hund wählt, hängt vom
persönlichen Geschmack des Menschen und den Bedürfnissen des Hundes ab. Im
Allgemeinen empfehlen wir zum Spaziergang bzw. Laufen am Fahrrad grundsätzlich
Geschirre, vor allem aus gesundheitlichen Erwägungen.
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich (nicht) streiten, daher hier eine kurze
Beschreibung der wichtigsten Varianten im Bezug auf Funktion.
Materialien
Verbreitete
Materialien sind Leder und Nylon. Leder ist ein edles, schönes Naturmaterial und
entwickelt mit der Zeit eine wundervolle Patina. Gut gepflegt und gelegentlich
eingefettet hält ein Lederhalsband viele Jahre. Nylon ist preiswert, praktisch,
waschbar, farbenfroh und trocknet schnell, wenn es einmal nass geworden ist. Für
die Wasserratten unter den Hunden ist Nylon auf jeden Fall die bessere Wahl. Ein
neueres Material ist Biothane, ein Kunststoff, der ähnlich wie Leder aussieht,
sehr griffig und sehr unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Schmutz ist. Es
eignet sich vor allem für Leinen, aber auch Halsbänder sind erhältlich.
Gefütterte bzw. gepolsterte Halsbänder und Geschirre sind u.a. mit Neopren
und Fleece erhältlich. Neopren trocknet schneller, Fleece ist weicher.
Wenn ein Hund praktisch nicht an der Leine zieht, ist auch ein Kettenhalsband
aus Metall möglich (selbstverständlich kein Stachelhalsband!).
Welches Modell für wen?
Für Hunde, die an der Leine ziehen oder auch mal einen kräftigen Satz machen,
ist ein Geschirr besser geeignet als ein Halsband. Zumindest aber
ist ein breites Halsband (Windhundhalsband) empfehlenswert. Ein zu schmales
Halsband kann bei einem ziehenden Hund auf Dauer den Vagusnerv, die Luftröhre
und andere Teile des Halses schädigen.
Geschirre
sind vor allem zum Laufen am Fahrrad, für stark ziehende oder ängstliche Hunde und solche, die sich
aus dem Halsband befreien und für Hunde mit gesundheitlichen Problemen (Herz,
Hals, Atemwege) zu empfehlen. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Modelle.
So genannte Norwegergeschirre (breiter, tiefer vorderer Brustgurt) sind besonders
für empfindliche Hunde und solche mit Herz- und Atemproblemen gut.
Für Ausbrecherkönige empfiehlt sich ein Geschirr mit 2 Bauchriemen, von denen
einer hinter den Rippen sitzt. Man kann für solche Hunde auch Geschirr und
Halsband gleichzeitig einsetzen, wobei man dann eine Leine mit 2 Karabinerhaken
an Halsband und Geschirr befestigt.
Sehr angenehm für den Hund ist es, wenn die Bauchgurte so gestaltet sind,
dass der Hund nicht "einsteigen" muss. Dies ist bei Norwegergeschirren der Fall,
da sie keinen Gurt haben, der zwischen den Vorderbeinen durchführt. Bei anderen
Geschirren kann dieser Effekt durch 2 Verschlüsse am Bauchgurt erreicht werden.
Für
Hunde mit längerem Fell empfehlen sich rundgenähte bzw. rundgeflochtene
Halsbänder oder Kettenhalsbänder (bitte ohne Stacheln!). Im allgemeinen sind,
wie schon gesagt, Geschirre zum Spazierengehen besser geeignet.
Die richtige Passform?
Halsbänder und Geschirre sollten nicht zu eng sitzen. Zwischen Hundehals und
Halsband/Geschirr sollte immer noch bequem ein Finger passen. Neigt der Hund
dazu, rückwärts aus dem Halsband zu schlüpfen, kann man ein Halsband mit
Kettenteilzug oder ein ausbruchssicheres Geschirr wählen.
Gerade bei Geschirren ist die richtige Passform oft schwer zu finden. Zum
Glück gibt es mittlerweile zahlreiche Anbieter, welche Geschirre ohne große
Mehrkosten nach Maß herstellen.
zurück zur
Übersicht
|