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Kastration

Als Kastration/Sterilisation bezeichnet man die Unfruchtbarmachung der Tiere. Man hört oft, dass Weibchen sterilisiert und Männchen kastriert werden, das ist aber nicht korrekt. Auch nicht korrekt ist, dass "Sterilisation" nur das Durchtrennen der Eileiter/Samenstränge bedeutet. Jegliche OP zur Unfruchtbarmachtung ist eine Sterilisation. Die Kastration ist eine Möglichkeit der Unfruchtbarmachung, nämlich das Entfernen der Keimdrüsen.

Über den richtigen Zeitpunkt scheiden sich die Geister sehr stark und fragt man verschieden Tierärzte oder liest verschieden Bücher darüber, findet man so ziemlich alle Auffassungen vertreten. Gerade bei Tiere aus dem Ausland wird häufig sehr früh kastriert (ab 3 Monaten) und aus dem Tierschützergedanken heraus (Population verkleinern) ist das auch richtig. Ein guter Zeitpunkt ist bei Eintritt der Geschlechtsreife, mit 6-12 Monaten. Bei Hündinnen ist es vorteilhaft, vor der ersten Läufigkeit zu kastrieren.

Kastration des Rüden

Vorteile:

  • weniger Risiko von Prostataerkrankungen und Präputialkatarrh
  • kein Risiko von Hodenerkrankungen
  • meist reduzierte Aggressivität gegenüber anderen Rüden
  • reduziertes Interesse an Hündinnen
  • dauerhafte Unfruchtbarkeit
  • statistisch erhöhte Lebenserwartung

Risiken:

  • Narkose- und OP-Risiko abhängig vom Alter und Gesundheitszustand des Tieres.
  • Gefahr von Übergewicht, da Futter besser verwertet wird und teils auch der Appetit steigt. Hier ist der Besitzer gefragt!
  • sehr selten tritt bei Rüden nach der Kastration Inkontinenz auf, die aber meist medikamentös behandelt werden kann.
  • Fellveränderungen (vor allem bei Rassen mit langem, feinem Haarkleid, z.B. Setter)

Kastration der Hündin

Vorteile:

  • weniger Risiko von Gesäugetumoren (bei Kastration vor der 1. Läufigkeit ist das Risiko um über 90% geringer)
  • kein Risiko von Gebärmuttererkrankungen
  • dauerhafte Unfruchtbarkeit
  • keine Läufigkeit
  • statistisch erhöhte Lebenserwartung

Risiken:

  • Narkose- und OP-Risiko abhängig vom Alter und Gesundheitszustand des Tieres.
  • Gefahr von Übergewicht, da Futter besser verwertet wird und teils auch der Appetit steigt. Hier ist der Besitzer gefragt!
  • gelegentlich tritt bei Hündinnen nach der Kastration Inkontinenz auf, die aber meist medikamentös behandelt werden kann. Das Risiko ist bei einigen Rassen höher als bei anderen, außerdem steigt das Risiko mit dem Gewicht der Hündin.
  • Fellveränderungen (vor allem bei Rassen mit langem, feinem Haarkleid, z.B. Setter)

Ablauf der Kastration:

Verabreden Sie einen Termin mit Ihrem Tierarzt und fragen Sie nach, ob und bis wann der Hund vor der OP noch fressen und trinken darf. Vor dem Eingriff noch mal spazieren gehen, damit Blase und Darm leer sind. Normalerweise wird der Hund vormittags zum Tierarzt gebracht und nach einigen Stunden wieder abgeholt. Bei Rüden geht der Eingriff schneller und ist einfacher zu operieren.

Je nach Narkosemittel ist das Tier noch benommen und es kann zu Übelkeit und/oder Erbrechen kommen. Füttern sie am OP-Tag nicht, sondern erst am Nachfolgetag, und dann mehrere kleine Portionen. Achten Sie darauf, dass das Tier nicht an die Narbe geht. Wenn nötig, ziehen Sie ihm eine Halskrause an. In den ersten Tagen nach der OP bitte kein wildes Toben und Leinenzwang. Kontrollieren Sie die Narbe regelmäßig auf Rötungen oder Schwellungen. Nach 10 Tagen werden die Fäden gezogen und die Narbe wird schnell nicht mehr zu sehen sein.

Handhabung im Tierheim Horb

Das Tierheim Horb gibt Hunde ausschließlich kastriert ab, sofern sie bereits alt genug für die Operation sind. Wer einen Welpen von uns adoptiert, verpflichtet sich mit Unterschreiben des Schutzvertrags, diesen nach Erreichen des notwendigen Alters kastrieren zu lassen.

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